29.10.2020

Erkenntnisse der FORWARD20: Die Bedeutung von Schnelligkeit, wechselnden Transportmethoden und neuen Handelstechnologien

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Am 14. Oktober kamen führende Akteure der Supply-Chain-Branche zur Digitalkonferenz FORWARD20 by Flexport zusammen, um über Trends und Tendenzen zu sprechen, die im Logistikbereich aktuell und mit Blick auf 2021 maßgeblich sind. Programmpunkte der digitalen Konferenz waren dieses Jahr neben einer live abgehaltenen Keynote-Sitzung sechs vertiefende Sessions von Experten für globalen Handel und Supply Chain Management aus Europa, den USA und Asien.

Nach einem Jahr, das durch COVID-19 und anderen Herausforderungen für die Logistik erhebliche Veränderungen brachte, drehten sich die Themen vor allem um die Schaffung von neuer Klarheit im Chaos und der vorausschauenden Planung. Im Folgenden werden einige wesentliche Erkenntnisse vorgestellt.

Eine neue Geschwindigkeit

Im Keynote-Vortrag wurde eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen hervorgehoben, die sich aus den COVID-19-Turbulenzen ergibt: Schnelligkeit. Die Speaker, Flexport-CEO Ryan Petersen und Flexport-Chefökonom Phil Levy, diskutierten über Agilität, die im Supply-Chain-Management heute mehr denn je von Bedeutung ist.

Schon vor COVID-19 gab es zahlreiche Faktoren, die im globalen Handel für Herausforderungen sorgten: Der Handelskrieg zwischen den USA und China, die Vorgaben der IMO-2020-Verordnung sowie die sich abzeichnenden Auswirkungen des Brexits machten bei Logistikentscheidern Vorbereitungen auf augenblickliches Handeln erforderlich. Das Aufkommen von COVID-19 hat Agilität noch dringlicher gemacht und zudem zusätzlichen Bedarf für eine gesteigerte Geschwindigkeit geschaffen – gefragt ist Tempo mit der richtigen Ausrichtung.

Die beiden Vortragenden hoben hervor, dass Datenanalysen unverzichtbar seien, um Schnelligkeit zu erreichen – besonders jetzt, da Unternehmen sich einen Weg zur Konjunkturerholung nach COVID-19 bahnen würden. Relevante Echtzeit-Daten unterstützten die größtmögliche Sicherung von Handels- und Sendungsstrategien.

Veranschaulicht wurde das Konzept mit einem Blick auf Unternehmen, die kürzlich ins Wanken oder andererseits auf die Erfolgsspur geraten sind. Im Zuge der sogenannten Retail-Apokalypse mussten traditionelle Einzelhandelsmarken beispielsweise zahlreiche Geschäfte schließen. Einmal verschwundene Geschäfte werden höchstwahrscheinlich nicht ersetzt – sie stellen weitere Opfer des wirtschaftlichen Wandels dar.

Das Start-up-Unternehmen Cloud Paper schaffte dagegen einen rasanten Aufstieg, nachdem COVID-19 zur Herausforderung wurde – der Beweis für echte Agilität. Das technologieorientierte Unternehmen erweiterte sein bisher auf B2B beschränktes Angebot um den Direktverkauf an Verbraucher, als die Nachfrage nach Toilettenpapier sprunghaft anstieg. Ergebnis war eine Umsatzsteigerung von 600 %.

Neue Handelstechnologie

Eine Geschwindigkeit wie die von Cloud Paper ist mit speziell für Logistik konzipierter Technologie leichter zu erreichen. Automatisierte Supply Chains geben Führungskräften die Freiheit, Erfolgsstrategien zu integrieren und zu optimieren. Der wichtigste Aspekt: In einem volatilen Handelsumfeld können Unternehmen sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um neu verfügbare, relevante Informationen zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Auf der Digitalkonferenz präsentierten unsere Experten und Gastreferenten unterschiedliche Facetten der Digitalisierung, die für eine erfolgreiche Supply-Chain-Strategie und das Supply-Chain-Management förderlich sind. Eine vertiefende Session bot Einblick in künftige Plattformfunktionen; außerdem wurden einige neue Tools vorgestellt, die Kunden ab sofort nutzen können.

Wechselnde Transportmethoden

Um Technologie für mehr Agilität innerhalb der Supply Chain einführen zu können, werden Kenntnisse zu den neuesten Entwicklungen auf dem Speditionsmarkt unabdingbar. Im aktuellen Jahr, geprägt von ebenso raschem wie intensivem Wandel, haben Carrier ihr Angebot angepasst, um den Warenstrom aufrechtzuerhalten und damit beispielsweise auch die unbedingt notwendige Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) zu sichern.

Die Verlagerungen zwischen Transportmethoden waren enorm; die Gründe reichten von Blank Sailings über verringerte Luftfrachtfrachtkapazitäten bis hin zu sprunghaften Raten. Ebenso folgten ein Anstieg von Rollings aufgrund von Überbuchungen, Ausrüstungsengpässen, Vertragsänderungen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Flexport-COO Sanne Manders skizzierte die jüngsten Veränderungen gemeinsam mit Gastredner Camille Egloff, Senior Partner und Managing Director bei der Boston Consulting Group (BCG). Beide gingen umfassend auf gemischte Transportmethoden und Handelsrouten ein. Den Experten zufolge gehört Volatilität zur neuen Normalität. Die Unternehmen, die nach der COVID-Krise erfolgreich sein werden, leiten jetzt ehrgeizige Schritte ein. Im Zuge ihres Wachstums integrieren sie Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Als einfache Lösung empfiehlt Sanne Manders Premium-Services: Wenn die Nachfrage so volatil ist wie das Angebot, sichert eine fristgerechte Ankunft der Waren die Chancennutzung und Risikominderung – Schnelligkeit ist insofern entscheidend.

In einer anderen Session erläuterten die Flexport-Mitarbeiter Nerijus Poskus, Vice President of Ocean Strategy, und Dharshini Shegran, Senior Manager of Ocean Procurement, wie sich COVID-19 auf den Seetransport auswirkt. Wichtiges Thema dabei: diversifizierte Sourcing-Konzepte, nachdem auf Zollerhöhungen Schließungen von Produktionsstätten folgten. Die Teilnehmer erhielten spezifische Ratschläge für das kommende Jahr.

Neel Jones Shah, Global Head of Airfreight bei Flexport, gab Einblicke zur aktuellen Situation bei der Luftfrachtkapazität. Basierend auf der Einschätzung, dass das Vor-COVID-Niveau frühestens 2024 wieder erreicht wird, standen Möglichkeiten für Analysen, Prognosen und Planungen im Fokus. Ganzheitlicher Tipp: Man sollte auf kreative Lösungen setzen, etwa in Form von aktualisierten Prognose-Tools oder intermodalem Transport, und auch die jeweiligen Teams dazu anregen.

Im Rahmen der weiteren Webinare gab es unter anderem eine breit angelegte Diskussionsrunde mit Experten aus Europa über die Herausforderungen, vor denen der Kontinent jetzt und im nächsten Jahr steht, und einen Dialog mit Gastreferenten aus Asien. Für Europa war der Brexit nach wie vor ein zentrales Thema – Planungstipps bezogen sich in dem Zusammenhang auf die Optimierung von grenzüberschreitenden Transporten und Protokollen für Shipper. Für Asien informierten Supply-Chain-Manager zweier Einzelhandelsunternehmen über die Grundlagen ihrer Entscheidungsprozesse. Beide kamen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Es gilt, die Lead-Time zu verkürzen, um den Warenbestand an den Ort der Nachfrage zu bringen - auch hier eine Frage von Schnelligkeit.

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