03.03.2020

Zahlen und Fakten zum Coronavirus und der chinesische Supply Chain

Phil Levy
Chief Economist, Flexport

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Während die Produktion nach Chinese New Year langsam wieder anläuft, breitet sich die Covid-19-Epidemie weltweit aus. Laut einer Erklärung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befindet sich die Welt in einem unerwartetem Zustand. Daher steuern auch Supply Chains immer weiter in unbekannte Richtung. Die zentrale Frage aller Betroffenen lautet: Wird der Aufschwung früh genug einsetzen, um ein finanzielles Desaster abzuwenden? Zur Beantwortung dieser Frage betrachtet Flexport sowohl Marktentwicklungen als auch eigene Daten.

In einem kritischen Bericht über die US Produktion in Asien äußert sich das Institute for Supply Management besorgt über mögliche Lieferungsengpässe. Die offiziellen chinesischen Zahlen zur Fertigungsindustrie haben im Februar ein Rekordtief erreicht. Dennoch lässt sich die Lage in China nur schwer einschätzen. Schlüsselregionen wie die Provinz Hubei und ihre Hauptstadt Wuhan stehen weiterhin unter Quarantäne. Einige Fabriken nehmen zwar den Betrieb wieder auf, aber mit unklaren Personalressourcen.

Direkte Vorjahresvergleiche sind schwierig, da sich Chinese New Year (CNY) erheblich auf die Produktionszahlen auswirkt, die zwischen Januar und Februar enorm schwanken können. Während sich der Oktober 2018 und 2019 sinnvoll vergleichen lassen, könnte ein Vergleich zwischen Februar 2019 und 2020 zu Fehlschlüssen führen. Daher müssen CNY-Zeiträume über mehrere Jahre verglichen werden. Aufgrund der ungewissen Situation in den chinesischen Fabriken untersuchen Beobachter mögliche Korrelationen zur Fertigungsleistung wie Verkehrsaufkommen, Kohleverbrauch und Immobilienverkäufe, um die Zahlen besser einordnen zu können.

Eine andere Perspektive

Die Flexport zur Verfügung stehenden Daten und Informationen ermöglichen einen genaueren Einblick in die Wiederaufnahme der Supply-Chain-Aktivitäten. Auf der einen Seite sind die Frachtbuchungen nach dem Chinese New Year-Tiefstand deutlich gestiegen- fast um das fünffache. Dies ist jedoch relativ zu betrachten, da Buchungen nach dem CNY traditionell stark zunehmen. Ein zweiter möglicher Grund für den sprunghaften Anstieg: Buchungen werden für spätere Zeiträume vorgenommen, weshalb die Zunahme nicht auf ein Wiederanlaufen des Fabrikbetriebs hinweisen muss. Deshalb liefern Buchungsdaten keine klare Aussage darüber, wie schnell sich die chinesischen Supply Chains erholen. Ausführlichere Datenanalysen können jedoch neue Aufschlüsse geben.

In der Darstellung oben werden die Flexport-Zahlen zu den aus China versendeten Einheiten im Neujahrszeitraum 2018 bis 2020 verglichen. Diese Zahlen beziehen sich auf Luft- und Seefracht an beliebige Zielorte. Mit dieser Methode werden die Daten auf zwei Arten neutralisiert: 1) Den Bezugspunkt bildet das CNY des jeweiligen Jahres (16. Februar 2018, 5. Februar 2019 und 25. Januar 2020), von dem aus die Wochen gerechnet werden. 2) Für die Woche nach CNY, wenn die versendeten Einheiten in der Regel den Tiefstand erreichen, wird die Menge auf 100 gesetzt.

2020 waren die versendeten Einheiten in der zweiten Woche nach CNY weiter rückläufig. Statt eines Aufschwungs gingen die Einheiten im Vergleich zur Woche nach Chinese New Year um weitere 90 % zurück. In den folgenden zwei Wochen bis 25. Februar haben sich die Mengen leicht erholt. Bis heute, d. h. vier Wochen nach dem CNY 2020, sind die versendeten Einheiten gegenüber der Referenzwoche nur um 35 % gestiegen. Dieser Wert liegt deutlich hinter den 195 % der Vergleichswoche 2018 bzw. den 290 % in 2019 zurück.

Nachdem die chinesischen Supply Chains langsam wieder in Gang kommen und mehr Einheiten auf Schiffe oder in Flugzeuge verladen werden, verbessern sich die Chancen auf eine vollständige Erholung. Aber da auch andere große Wirtschaftsnationen wie Südkorea, Italien und Japan immer mehr COVID-19-Fälle verzeichnen, stehen Supply Chains vor neuen Herausforderungen.

Flexport wird weiterhin Updates zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Supply Chain bereitstellen, sobald neue Daten vorliegen.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Webinar am 18. März 2020 zum Thema „The State of Trade: Tactics and Strategies for Tackling Trade Turmoil“.

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