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21.04.2022

Nachhaltige Lieferketten für mehr Markentreue

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Das weltweite Bewusstsein für Nachhaltigkeit wurde mit der Coronapandemie und der UN-Klimakonferenz im Jahr 2021 (COP26) weiter geschärft – und hat den Druck auf Unternehmen erhöht, sinnvolle Veränderungen in ihren Betrieben vorzunehmen.

Viele Branchen haben die Auswirkungen der Pandemie stark zu spüren bekommen und einige Unternehmen, zum Beispiel im E-Commerce, konnten von den steigenden Ausgaben für Online-Einkäufe erheblich profitieren. Mit dem gestiegenen Profit ist aber auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für teilweise nicht nachhaltige Praktiken mancher Unternehmen gestiegen. Nach dem COP26 sind 90 % des weltweiten Bruttoinlandsproduktes bis 2030 durch Netto-Null-Verpflichtungen abgedeckt und laut Forbes sind „nachhaltige, widerstandsfähige Betriebe" der wichtigste Geschäftstrend für 2022.

Um sich einen Wettbewerbsvorteil in ihrer Branche zu verschaffen, sollten Unternehmen solche Trends erkennen und Nachhaltigkeit in den Kern ihres Geschäftsmodells einbinden. Entscheidend ist dabei, Greenwashing-Kampagnen zu vermeiden und echte, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, mit denen Kohlenstoffemissionen reduziert werden.

Nachhaltige Lieferketten

Seit Beginn der Pandemie sind Lieferketten in den meisten Unternehmen stärker in den Mittelpunkt gerückt, nachdem Lockdowns und Nachfragebooms globale Supply-Chain-Störungen und steigende Kosten verursacht haben. Dies hat auch zu einer größeren Nachfrage nach Transparenz in der Lieferkette geführt und vermehrt strategische Fragen des Supply Chain Managements aufgeworfen.

Darüber hinaus haben Faktoren wie Zuverlässigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit stärker an Bedeutung gewonnen als das traditionelle Streben nach größerer Effizienz.

Es zeigt sich ein klarer Trend, insbesondere in der Modebranche, dass Lieferketten verstärkt hinterfragt werden – von alternativen Beschaffungsregionen bis hin zu verschiedenen Transportarten, oft als Reaktion auf Fast-Fashion-Trends. Das Verständnis darüber, welche Auswirkungen die Beschaffung von Waren auf die Umwelt hat, ist fundierter und ganzheitlicher geworden.

Mit der zunehmenden Wichtigkeit von Nachhaltigkeit führen nicht nachhaltige Praktiken in Lieferketten langfristig zu höheren Kosten, da Investoren diejenigen Unternehmen bevorzugen, die ihre CSR-Ziele ernsthaft verfolgen.

Neue Erwartungen an Lieferketten im Einzelhandel

Verbraucher, insbesondere die der jüngeren Generationen, erwarten nun von Unternehmen, dass sie sich mit Fragen der Nachhaltigkeit und Ethik auseinandersetzen. So ergab eine Studie von Avery Dennison, in welcher mehr als 5.000 Kunden aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und China befragt wurden, dass sich 60 % der befragten Verbraucher mehr Transparenz über den Produktionsweg der Kleidung wünschen, um Ihre Kaufentscheidungen fundiert und ethisch treffen zu können.

Brands, die die Einstellung der Verbraucher zum Thema Nachhaltigkeit anerkennen und berücksichtigen, ziehen also mit größerer Wahrscheinlichkeit neue Kunden an und können so eine nachhaltige Markentreue fördern.

Es zeigen sich bereits eindeutige Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit: Unter Flexport Kunden ist die Zahl der Unternehmen, die an unseren sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsinitiativen in Europa teilnehmen oder unser Carbon Offset Programm nutzen, seit der zweiten Jahreshälfte 2021 um 40 % gestiegen. Die Zahl der CO2-Kompensationen hat sich zwischen 2020 und 2021 verdoppelt.

Track und Trace

Der erste Schritt zur Verbesserung der Kohlenstoffbilanz besteht in der Erfassung genauer Daten, um mehr Transparenz zu schaffen. Diese Informationen müssen effektiv gemessen werden können, um Ressourcen anschließend zu priorisieren. Wichtig ist hierbei eine klare und standardisierte Messbasis. Für die Erfassung von Kohlenstoffemissionen können verschiedene Methoden angewandt werden, oft ist es jedoch schwierig, den richtigen Ansatz zu finden. Hier sollten anerkannte Methoden verwendet werden, die auf branchenweiten und regulierten Standards beruhen sowie regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Nachhaltige Einsparungen

Sobald Unternehmen identifiziert haben, in welchen Bereichen der meiste Kohlenstoff erzeugt wird, können sie sich auf die Suche nach Lösungen konzentrieren. So hat zum Beispiel das Unternehmen Rensair, Hersteller von Luftreinigungssystemen, den Großteil seiner Transporte von Luft- auf Seefracht umgestellt, um seinen CO2-Fußabdruck zu verringern.

CEO und Mitgründer Christian Hendriksen dazu: "Unser Geschäft basiert auf der Bereitstellung sauberer Luft für alle, daher ist es uns ein großes Anliegen, so viel wie möglich zur Lösung der globalen Klimakrise beizutragen."

Das Unternehmen hat sich, wie viele andere auch, dazu verpflichtet, klimaneutral zu werden: "Die Möglichkeit, unsere Waren auf dem Seeweg zu versenden und gleichzeitig den Kohlenstoffausstoß zu kompensieren, ist für uns ein entscheidender Vorteil".

Sinnvolle Ziele fördern nicht nur die Markenidentität, sie treiben auch das Wachstum voran, schaffen neue Rohstoffe und eröffnen Chancen in neuen Märkten - ein Weg zu nachhaltigem Geschäftserfolg.Wenn Unternehmen die Einstellung und das Verhalten der Verbraucher zu nachhaltigen Themen anerkennen und entsprechende klare Maßnahmen ergreifen, können Sie die Unterstützung der Verbraucher nutzen und so eine langfristige Markentreue fördern.

Von Transparenz entlang der gesamten Lieferkette profitieren vor allem E-Commerce- und Einzelhandelsunternehmen, da sie nicht nur Kosten sparen und die Effizienz steigern, sondern auch dazu beitragen, unnötige Abfälle und Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und damit unsere Umwelt zu schützen.

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie Sie den CO2-Ausstoß Ihrer Transporte in Zukunft kompensieren können oder haben Fragen zu unseren Nachhaltigkeitsoptionen in der Flexport Plattform? Kontaktieren Sie einfach Ihr Flexport-Team oder melden Sie sich direkt hier.

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