09.06.2020

Rare Gelegenheiten: Warum es so schwer ist, Neuerungen von Zollvorschriften optimal zu nutzen

Tom Gould
Vice President of Customs and Trade Advisory

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Am Sonntag, den 19. April 2020, verkündete die U.S. Customs and Border Protection (CBP) am späten Abend einen 90-tägigen Zahlungsaufschub für Importzölle auf Sendungen aus den Monaten März und April. Als Entlastung für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen gedacht, war diese vielversprechende Ankündigung aufgrund des Zeitpunkts und ihrer Besonderheiten für Importeure im Einzelnen jedoch nur schwer umsetzbar. Es wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig ein zuverlässiger Zollagent im globalen Handel ist.

Es blieb kaum Zeit zum Handeln. Ende April hatten die meisten Importeure ihre für den März fälligen Zölle bereits beglichen. Selbst denjenigen, die in allerletzter Minute bezahlten, blieben nur gut 27 Stunden, oder - sofern Sie erst am Montagmorgen davon erfuhren - sogar nur 12 Stunden, um bereits veranlasste Zahlungen zu stoppen. An wieder anderen gingen die beiden Ankündigungs-E-Mails, die in der Regel nur an Zollagenten und Softwareunternehmen versendet werden, komplett vorbei.

Auch war nicht ohne Weiteres zu klären, wer den Zahlungsaufschub in Anspruch nehmen kann. Für Importeure ohne entsprechende Sprachkenntnisse oder aufsichtsrechtliches Hintergrundwissen war kaum zu ermitteln, wer Aufschub bekommt und wofür. Für eine Aufschubsgenehmigung mussten erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufgrund von COVID-19 nachgewiesen werden. Und nur Waren, die den regulären MFN-Zöllen (Most Favored Nation) unterliegen, waren qualifiziert. Zölle auf Waren aus China gemäß Section 301, auf Stahl und Aluminium gemäß Section 232 sowie eine ganze Reihe weiterer Sonderzölle waren explizit ausgenommen. Damit noch nicht genug – enthielt eine Sendung Güter, die unter die genannten Zölle fielen, war sie als Ganzes nicht begünstigt.

Um überhaupt von dem Aufschub profitieren zu können, mussten Importeure in Echtzeit über die Zollerleichterungen informiert sein, deren volles Ausmaß schnell erfassen und ihre Reaktionen unverzüglich und fehlerfrei planen und anstoßen. Selbst unter optimalen Bedingungen wäre dies herausfordernd, in unserem zurzeit ohnehin schwierigen Geschäftsumfeld jedoch geradezu ein Kraftakt.

Last-Minute Änderungen der Zollbestimmungen

Die überraschende Ankündigung vom 19. April entspricht dem üblichen Muster plötzlicher Änderungen der Zollbestimmungen. Ende März hatte die CBP eine ähnliche Bekanntmachung herausgegeben und nur wenige Tage später wieder zurückgenommen. Setzt sich dieses Muster fort, sind weitere aufsichtsrechtliche Schnellschüsse zu erwarten – zu Unzeiten und kaum nachvollziehbar. Ohne einen sachkundigen Zollagenten, der Sie umgehend informiert und instruiert, könnten es Importeure schwer haben, das nächste verlockende Angebot der CBP oder anderer Behörden in vollem Umfang zu nutzen.

Was können Sie von einem Zollagenten erwarten?

Die Komplexität der Veröffentlichung vom 19. April und die daraus resultierende Verwirrung sind der Grund dafür, dass die meisten Importeure mit einem Zollagenten zusammenarbeiten. Ein guter Agent weist nicht nur auf die aktuellsten Veränderungen hin, sondern nimmt auch an der nächtlichen Telefonkonferenz der CBP teil, um sich über die Details zu informieren (d. h. auch über im Einzelnen begünstigte SKU statt nur Produktgruppen). Darüber hinaus unterstützt er Importeure proaktiv bei der strategischen Planung für künftige Maßnahmen dieser Art. Bei Flexport profitieren Sie als Kunde nicht nur von der Technologie, die Ihnen Transparenz und Kontrolle über Ihre gesamten Shipments gibt. Unsere Zollagenten unterstützen Sie darüber hinaus bei schnellen Anpassungsmaßnahmen, damit Sie neue Bestimmungen – auch unerwartete – zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Wenn Sie mehr über Zahlungsaufschübe oder über die Verzollung im Allgemeinen erfahren möchten, nehmen Sie unser Beratungsangebot wahr.

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