01.06.2021

Aktuelle Marktupdates

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Welche Themen bewegen aktuell den See- und den Luftfrachtmarkt? Mit welchen Entwicklungen können Sie in den kommenden Wochen rechnen? Lesen Sie hier die wichtigsten Trends, Neuigkeiten und Best Practices.

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Update 01.06.2021

Handelsroute Asien-Europa

  • Die Verfügbarkeit von Kapazitäten ist weiter volatil, eine Ausweitung ist vorerst nicht zu erwarten.
  • Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und begrenzter Kapazitäten, sind weiterhin Engpässe bei der Container-Verfügbarkeit in den meisten Häfen und bei allen Reedereien zu erwarten.
  • Blank Sailings werden im gesamten 3.Quartal erwartet.
  • Nach dem Corona-Ausbruch am Hafen von Yantian wurde der Exportbetrieb Anfang der Woche wieder aufgenommen. LKWs können die Hafenterminals jedoch nur mit vorherigem Termin anfahren.
  • Einige Seeschiffe werden zu anderen Häfen wie Nansha und Shekou umgeleitet.
  • Im Trucking-Bereich werden in Yantian und Umgebung aufgrund dieser Umleitung Engpässe erwartet.
  • Spot-Raten für Seefracht haben ein neues Rekordhoch erreicht. Es wird ein weiterer Anstieg erwartet.
  • Best Practices
    • Platzieren Sie Ihre Buchungen möglichst frühzeitig (mind. 4 Wochen vor dem Cargo Ready Date).
    • Vermeiden Sie eine Verschiebung des Cargo Ready Dates.
    • Planen Sie verlängerte Laufzeiten ein.
    • Buchen Sie dringende Ware zu einem Premium-Service.

Transatlantik-Handelsroute

  • Die Seefrachtraten sind aufgrund von Peak Season Surcharges im Juni (500$-2000$ pro TEU) drastisch angestiegen
  • Spot-Raten für Seefracht haben derzeit eine maximale Gültigkeitsdauer von einem Monat
  • Für Juli ist ein weiterer Anstieg der Seefrachtraten zu erwarten
  • Auch bei Premium-Service wird aufgrund der gestiegenen Nachfrage ein Ratenanstieg erwartet
  • Es sind für Ende Juni Blank Sailings für Services ab Nordeuropa angekündigt
  • Die durchschnittliche Verspätung von Containerschiffen zeigt sich rückläufig
  • Best Practices
    • Platzieren Sie Ihre Buchungen möglichst frühzeitig (mind. 5 Wochen vor dem Cargo Ready Date)
    • Buchen Sie dringende Ware zu einem Premium-Service

Luftfracht Asien-Europa

  • Einige Airlines bauen Passagierflugzeuge zu Frachtflugzeugen um, um die Kapazitäten zu erhöhen.
  • Durch die Impfkampagne sinkt die Transportkapazität für Luftfracht; der Höhepunkt der Impfstoffverteilung wird im Sommer erwartet.
  • Die Nachfrage nach Luftfracht ist seit Jahresbeginn stärker gestiegen als die Verfügbarkeit von Kapazität.
  • Neue Quarantäne-Regelungen für Flugzeugbesatzungen in Taiwan haben zu Flugannullierungen geführt - und dadurch zu verringerten Transportkapazitäten Shanghai, Hongkong, Südchina und Taiwan: Es wird für die kommenden zwei Wochen kein Ratenanstieg erwartet.
  • Vietnam: Die Nachfrage ist derzeit gering, daher wird in der kommenden Woche kein Ratenanstieg erwartet.
  • Indien: Aufgrund des Lockdowns arbeiten der Flughafenbetrieb und der Zoll derzeit eingeschränkt.
  • Indonesien und Thailand: Es kommt zu Kapazitätsengpässen. Buchungen aus Indonesien müssen 12 Tage vor Cargo Ready Date platziert werden, aus Thailand 7 Tage.

Update 18.05.2021

Handelsroute Asien-Europa

  • Die Verfügbarkeit von Kapazitäten ist weiter kritisch und instabil: aufgrund von Blank Sailings wurde von den Reedereien für die KW 22 und KW 24 ein weiterer Rückgang angebotener Kapazitäten angekündigt
  • Eine Ausweitung der Kapazitäten wird für Juni und Juli erwartet
  • Die Spot-Raten für Seefracht haben einen neuen Rekordwert erreicht
  • Best Practices
    • Platzieren Sie Ihre Buchungen möglichst frühzeitig (mind. 4 Wochen vor dem Cargo Ready Date)
    • Vermeiden Sie eine Verschiebung des Cargo Ready Dates
    • Buchen Sie dringende Ware zu einem Premium-Service
    • Häfen in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und Belgien sind weiterhin stark überlastet

Transatlantik-Handelsroute

  • Viele Häfen, Inlandsterminals und Schienennetze in den USA ueberschreiten aufgrund des erhöhten Containeraufkommens derzeit ihre Kapazitätsgrenze
  • Seefrachtraten werden voraussichtlich bis ins kommende Quartal weiter ansteigen; die Gültigkeit von Spot-Raten soll verkürzt werden
  • Die Nachfrage nach Seefracht übersteigt das Kapazitätsangebot und eine Kapazitätsausweitung ist derzeit noch nicht zu erwarten. Die Lage wird daher voraussichtlich auch im Sommer weiterhin angespannt bleiben.
  • Aktuell wurden weniger Blank Sailings angekündigt. Einige Reedereien reduzieren jedoch die Häufigkeit ihrer Abfahrten und setzen stattdessen größere Containerschiffe für Ihre Services ein
  • Best Practices
    • Platzieren Sie Ihre Buchungen möglichst frühzeitig (mind. 5 Wochen vor dem Cargo Ready Date)
    • Planen Sie auch in den kommenden Monaten verlängerte Laufzeiten ein
    • Buchen Sie dringende Ware zu einem Premium-Service

Update 04.05.2021

Handelsroute Asien-Europa

  • Containerschiffe verspäten sich derzeit um durchschnittlich 8,4 Tage
  • Eine Ausweitung der Kapazitäten wird für Juni erwartet
  • Die Verfügbarkeit von Containern ist nach wie vor kritisch
  • Die Seefrachtraten steigen weiter an

Transatlantik-Handelsroute

  • Containerschiffe verspäten sich derzeit um durchschnittlich 5,5 Tage
  • Die Marktsituation wird voraussichtlich auch in den kommenden Wochen angespannt bleiben
  • Die Verfügbarkeit von Containern ist nach wie vor kritisch
  • Die Seefrachtraten steigen weiter an

Update 30.04.2021

Transatlantik-Handelsroute

Container-Knappheit durch die Suez-Blockade weiter verschärft

Die knapp einwöchige Blockade des Suezkanals im März hat sowohl die Transatlantik-Route als auch die Strecke von Asien nach Europa noch stärker aus dem Gleichgewicht gebracht. Bereits im Februar 2021 hatte die Pünktlichkeit von Containerschiffen auf beiden Handelsrouten historisch niedrige Werte erreicht (Asien-Europa: 27,2%; Transatlantik: 23,9%).*

Als Folge der Havarie im Suezkanal sind viele nordeuropäischer Häfen weiterhin überlastet. Dies reduziert nicht nur die verfügbare Kapazitäten zusätzlich, auch die Nutzungsdauer von Containern verlängert sich dadurch deutlich. Denn während Schiffe auf einen Anlegeslot am Hafen warten, können Container nicht entladen und somit nicht schnell wieder genutzt werden. Ähnlich wirkt sich der Weitertransport der Container ins Inland auf die Nutzungsdauer aus: der große Zustrom führt auch beim Truck-, Binnenschiff- und Bahnverkehr zu Transportengpässen - und damit zu längeren Transitzeiten.

Mittlerweile werden die gesamten Auswirkungen der Suez-Blockade langsam sichtbar. Für die Transatlantik-Handelsroute erweist sich die Verfügbarkeit von Equipment als größte Herausforderung. Denn die Reedereien haben nicht ausreichend Container zur Verfügung, um Leerequipment zügig nach Asien zurückzutransportieren, wo sich mittlerweile ein Rückstau bei Ware in Richtung Europa gebildet hat. Der Transatlantik-Handel ist jedoch massiv auf einen stabilen Zustrom von Containern aus Asien angewiesen, um diese anschließend in Europa in Richtung USA zu verladen. Als Folge des Rückstaus und der Hafenüberlastungen ist mit zunehmenden Container-Engpässen und weiter steigenden Raten zu rechnen.

*Quelle: Sea-Intelligence Maritime Analysis, Global Liner Performance Report – March 2021

Best Practices

  • Stimmen Sie Ihr geplantes Sendungsvolumen und gewünschte Ladetermine mit Ihrem Flexport-Team frühzeitig ab, um rechtzeitig Buchungen platzieren zu können und sich so die benötigten Kapazitäten zu sichern.
  • Je früher Sie buchen, desto eher können Sie sich die Kapazität sichern, die Sie benötigen. Wir empfehlen, Buchungen mindestens 5 Wochen vor Cargo Ready Date zu platzieren.
  • Fragen Sie nach Premium-Optionen für besonders dringende Ware.
  • Containerdepots im Inland verfügen aktuell kaum über Leercontainer. Ermöglichen Sie Ihrem Spediteur daher, Leercontainer kurzfristig stattdessen aus dem Ladehafen abzuholen. Dies kann höhere Vorlaufkosten bedeuten, jedoch auch eine rechtzeitige Verladung der Waren.
  • Fragen Sie Ihr Flexport-Team nach Möglichkeiten, auf andere Häfen oder Routen ausweichen zu können.
  • Eine geringere Anzahl an Containern pro Sendung (1-2 TEU) steigert die Chancen auf frühere Verschiffungsmöglichkeiten.
  • Die Verfügbarkeit von 20-Fuß-Containern ist aktuell größer. Versuchen Sie daher, bei der Wahl der Containergröße möglichst flexibel zu sein.

Update 19.04.2021

Handelsroute Asien-Europa

Suez-Krise verschärft Kapazitäts- und Kostendruck

Das chinesische Neujahrsfest sorgte in den Lieferketten vieler Unternehmen Anfang März zwar für eine leichte Entspannung, dieser Effekt hielt jedoch nicht lange an. Die Situation wurde durch die Blockade des Suezkanals für die Unternehmen, die bereits auf höhere Frachtkosten, verspätete Warenlieferungen und Kapazitätsschwankungen reagieren müssen, weiter verschärft.

Die Auswirkungen der einwöchigen Durchfahrtseinschränkung durch den Kanal werden Unternehmen voraussichtlich noch bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein spüren. Für die Branche ist dies ein unwillkommenes Problem, da sie sich ohnehin schon mit den Herausforderungen auseinandersetzen muss, die sich durch die in der Pandemie schnell angestiegene Nachfrage nach Einzelhandelsgütern ergeben.

Mehr denn je müssen sich Unternehmen deshalb auf das Thema Flexibilität konzentrieren - aktuell bedeutet das: für das Unerwartete zu planen und Schiffsverspätungen einzukalkulieren.

Ausblick auf die Kapazitätsentwicklungen auf der Handelsroute Asien-Europa (FEWB)

  1. Spot-Raten weiter hoch Der SCFI (Spot rate Index) ist infolge der Suez-Blockade deutlich angestiegen. Das Ratenniveau wird voraussichtlich im Mai aufgrund anhaltender Kapazitätsschwankungen weiter steigen.

  2. Kapazitätsschwankungen Die Blockade des Suezkanals hat die verfügbaren Kapazitäten weiter reduziert. In KW 16 und 17 wird eine Reduktion um 200 000 TEU erwartet, in KW 21 bis 23 um etwa 150 000 TEU.

  3. Weitere Verspätungen Im Durchschnitt verspäten sich Sendungen um 7,1 Tage im Vergleich zur avisierten voraussichtlichen Lieferzeit. Diese Verspätungen werden durch die Nachwirkungen der Suez-Blockade bis zum Ende des Monats voraussichtlich noch zunehmen.

Container-Knappheit steigt weiter an

Unternehmen sind aktuell mit der ersten Welle einer Kapazitätsverknappung konfrontiert und bis Ende Mai wird schon eine zweite Welle erwartet. Es muss damit gerechnet werden, dass kurzfristig auch weitere Blank Sailings angekündigt werden, da die Reedereien die vollen Auswirkungen der Suez-Blockade noch nicht einschätzen können und zunächst prüfen müssen, welche ihrer Schiffe auch zur erwarteten Zeit ankommen.

Hafenüberlastungen in den USA und Europa verschärfen die Kapazitätsengpässe weiter. Da viele Schiffe weiterhin vor den Häfen auf Anlegeslots warten, verspätet sich der Weitertransport des Cargos ins Inland - dies reduziert folglich die Verfügbarkeit von leeren Containern im Hafen für den Export.

Traditionell ist der Mai für Unternehmen eigentlich eine eher ruhige Phase - ob die Nachfrage in diesem Monat aber wirklich schwächer wird, ist fraglich. Reedereien werden versuchen, Angebot und Nachfrage auszugleichen und dadurch möglicherweise auch weitere Blank Sailings ankündigen.

Spot-Raten bleiben hoch

Spot-Raten werden sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen und nicht - wie nach dem chinesischen Neujahrsfest sonst üblich - wieder sinken. Auch wenn die Raten sich im März leicht rückläufig zeigten, weist der Trend angesichts der hohen Kapazitätsschwankungen jedoch wieder nach oben.

Zusätzlich müssen sich Unternehmen wohl auf die erneute Einführung einer Peak Season Surcharge (PSS) einstellen.

Best Practices

  • Stellen Sie Ihre Supply Chain flexibel und widerstandsfähig auf.
  • Analysieren Sie sorgfältig alle Engpässe und planen Sie schwankende Spot-Raten mit ein.
  • Priorisieren Sie Ihre Waren nach Dringlichkeit
  • Planen Sie längere Lieferzeiten ein
  • Gute Planung ist ein entscheidender Hauptfaktor dafür, die derzeitigen Herausforderungen zu bewältigen.

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