07.04.2020

Häfenüberlastung durch COVID-19: Wie können die Auswirkungen jetzt gemindert werden

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Die COVID-19-Pandemie breitet sich weiter aus und sorgt damit für immer mehr Unsicherheit. Das wirkt sich auch auf die Häfen aus– anders als Ladengeschäfte, die aufgrund von staatlichen Auflagen zur Viruseindämmung schließen mussten, gilt der Betrieb von Häfen als unentbehrlich.

Der Coronavirus-Ausbruch hat bei einer Reihe von Waren zu einem Einbruch der Nachfrage geführt. Einige Einkäufer sind infolgedessen etwas nervös geworden; Bestellungen werden ganz oder teilweise storniert. Selbst wenn keine Stornierung erfolgt, gibt es einige Empfänger, die die Entgegennahme von Sendungen hinauszögern. Hinzu kommen Personalknappheit sowie ein eingeschränkter Zugang zu Transportwegen und Frachtumschlag – aus dieser Kombination entsteht das ernsthafte Risiko einer Häfenüberlastung.

Wenn es in wichtigen Seefracht-Terminals zu einer Anstauung kommt, ergeben sich daraus gravierende Folgewirkungen. Die gesamte Lieferkette wird unterbrochen. Schiffe warten vor dem Hafen auf einen Entladeplatz, damit verbunden können auch Container knapp werden. Auch Empfänger sind von der Überlastung betroffen; Standgeld und Detention Fees fallen an. Eine Alternative ist die mühsame Suche nach Lagerungslösungen an Umschlagplätzen. Wenn die Waren schließlich ankommen, werden sie von den Einkäufern vielleicht schon nicht mehr gebraucht.

In den USA haben Sorgen über eine Häfenüberlastung von historischem Ausmaß schon Forderungen nach einer Branchenreaktion ausgelöst. Und während diese Sorge eskaliert, ist sie in Indien schon zur Realität geworden: Große Reedereien vermeiden offenbar die primären Hafendrehscheiben Indiens, den Jawaharlal Nehru Port Trust und den von der Adani-Gruppe betriebenen Mundra-Hafen.

In solchen Zeiten, in denen so vieles außer Kontrolle gerät, ist es besonders wichtig, Sendungen genau nachzuvollziehen und Echtzeitinformationen an Partner in der Lieferkette zu übermitteln. Flexport-Kunden steht dazu eine digitale Plattform zur Verfügung. Teammitglieder können sich dort mit Lieferanten austauschen und erhalten Zugang zu Flexport-Experten, die spezifische Beratung bieten. Dank Track-and-Trace-Technologie können Spediteure in Echtzeit die geschätzten und tatsächlichen Ankunftstermine abrufen, um schneller fundierte Entscheidungen zu treffen. Aktuelle Gate-In- und Gate-Out-Meldungen helfen Kunden bei der Verwaltung von Container-Events sowie bei der Vermeidung unnötiger Wartezeiten und Standgelder.

Minimierung der Risiken

Shipper, die Risiken infolge der Häfenüberlastung minimieren möchten, sollten sich alle Möglichkeiten offenhalten:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Spediteur über das Sichern einer Off-Dock-Lagerung oder anderweitiger zusätzlicher Lagerkapazität.
  • Fragen Sie Ihr Transportunternehmen nach dem besten Umgang mit Detention Opportunities.
  • Nutzen Sie bei knapper Lagerkapazität langsamere Seefrachtdienste oder eine Unterbrechung der Beförderung.
  • Erkunden Sie alternative Gateway-Häfen, die weniger überlastet sind.
  • Behalten Sie Ihr Standgeld sowie Gebühren für die Detention genau im Blick, um kostspielige Überraschungen zu vermeiden.

Über Ankunftszeiten und Container-Verfügbarkeit Bescheid zu wissen, ist aktuell wichtiger denn je. Terminals stellen Lagergebühren in Rechnung, wenn man seine Fracht nicht bis zum letzten entgeltfreien Tag in Empfang nimmt, sei es aufgrund von COVID-19 oder aus anderen Gründen.

Weitere Informationen über die Auswirkungen von COVID-19 auf Lieferketten finden Sie auf unserem COVID-19 Supply Chain Insights Hub.

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