18.12.2020

Seefracht 2020: Welche Lösungen bieten sich Unternehmen für die anhaltenden Herausforderungen

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Unternehmen, die ihre Ware auf dem Seeweg transportieren möchten, sind mit einem alptraumhaften Szenario konfrontiert: Carrier haben Schwierigkeiten, die laufenden Vereinbarungen zu erfüllen und nehmen keine neuen Buchungen an. Der Grund dafür? Eine Mischung aus Equipement-Mangel, Port Congestion und Buchungsstopp, die sich wahrscheinlich noch bis weit über das chinesische Neujahr ins Jahr 2021 hinziehen wird.

US-Importe schießen in die Höhe. Insbesondere im Oktober war das Wachstum mit 21 % im Jahresvergleich bemerkenswert. Die Importe aus Asien stiegen gegenüber dem Oktober 2019 um 23,7 %, Importe aus China sogar um 30 %. Rund um den Globus haben Unternehmen und ihre Supply-Chain-Partner mit Turbulenzen auf dem Seefrachtmarkt zu kämpfen – die meisten Veränderungen treten dabei sehr kurzfristig auf.

Was im Februar mit Werksschließungen in China aufgrund von COVID-19 begann, hat sich durch einen Dominoeffekt zur heutigen branchenlähmenden Equipment- und Infrastrukturkrise von heute kam.

Die Einflussfaktoren

Das aktuelle Szenario wird durch ein lang anhaltendes Ungleichgewicht in der Equipment-Verfügbarkeit und Engpässen bei Fahrern, Bahn-Verfügbarkeiten und Chassis-Mangel angetrieben:

  • Ein Teil des Problems ist der Container-Mangel. Hersteller von Containern sind bis mindestens Februar 2021 ausverkauft.
  • Um Container schneller nach Asien zu transportieren, bringen Carrier sie mitunter leer zurück, was Exporteure vor Probleme stellt.
  • Gleichzeitig kommt es durch die Überlastung der Häfen in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien zu Verzögerungen um bis zu 10 Tage.
  • Da sich der Dominoeffekt fortsetzt, sind auch die alternativen Routenoptionen wie Bahn und LKW überlastet. Und in den nächsten drei Wochen erreicht der Lkw-Verkehr, zumindest in Europa, seinen absoluten Höhepunkt.
  • Verlader sichern sich ab, indem sie mehrere Carrier buchen, sodass eine Einschätzung des Ist-Zustands noch schwieriger wird.

Teilen der Branche kommt es in den nächsten Wochen zu einer Verlangsamung bis hin zum Stillstand. Einige Reedereien haben ihren Dienst eingestellt und begründen dies mit der reduzierten Kapazität der lokalen Zubringerdienste in Südchina aufgrund der Covid-Beschränkungen. Im Januar häufen sich die Blank Sailings, was die Neupositionierung leerer Anlagen weiter verzögert.

Die Auswirkungen sind weltweit spürbar. Einige Schiffe mussten sich teilbeladen, auf den Weg nach Europa machen, weil nicht ausreichend Container verfügbar waren. In den USA hat die Federal Maritime Commission ihre Untersuchung von Carrier-Entscheidungen, Container aus dem US-Hinterland zurückzuhalten, erweitert.

Source: VesselFinder

Unterdessen warten Inbound-Container an Terminals darauf, von Importeuren in Empfang genommen zu werden – diese Situation veranschaulicht die Folgen des Mangels an Arbeitskräften und Equipment bei gleichzeitig hoher Verbrauchernachfrage.

Bis sich die Lage wieder normalisiert – was noch eine Weile dauern könnte –, sollten Unternehmen ihre bestehenden Lieferketten neu bewerten und je nach Zeitplan und Verfügbarkeit des Transports anpassen:

  • Wie schnell bewegen sich Container zwischen den Häfen?
  • Wie werden sich Rückstände in einigen Häfen auf die Lieferung auswirken?
  • Wie wird sich die Nachfrage nach Containern Anfang 2021 verändern?
  • Wie lange funktionieren aktuelle Businessmodelle noch mit den aktuellen Raten?
  • Welche alternativen Beschaffungs- oder Distributionsmöglichkeiten gibt es,um die Verzögerungen zu umgehen?

Ein wichtiger Grundsatz, den man im Hinterkopf behalten sollte: Die Situation kann sich jederzeit ändern. Viele Unternehmen stellen sich jetzt darauf ein, ihre Supply-Chain-Strategien schnell anzupassen, sobald neue Informationen vorliegen.

Strategien und Lösungen

Im Moment ist es möglich, dass die eigene Versandhistorie einem Unternehmen keine besondere Loyalität bei einem Carrier einbringt – selbst bei bestimmten Arten von Premium-Services, wenn damit keine Garantien verbunden sind.

Ein starker Logistikpartner ist dagegen hilfreich, wenn es darum geht, Frachtraum zu sichern, Routenoptionen zu prüfen und bei Equipment und Kapazität Zugang zu Premium-Seefracht-Services zu erhalten – auch wenn sich die aktuelle Situation weiter verschärft.

Zur Unterstützung von Kunden in dieser Zeit der extremen Disruption rät Flexport Folgendes:

  • Informieren Sie sich regelmässig, da sich die Situation über Nacht ändern kann. Verlassen Sie sich nicht allein auf eine Informationsquelle; prüfen Sie Angaben immer mehrfach auf Richtigkeit.
  • Arbeiten Sie mit kleineren Sendungen und LCL-Versand, damit ihre Buchungen schneller angenommen werden.
  • Nutzen Sie 20-Fuß-Container, die in Asien weniger Beschränkungen unterliegen als 40-Fuß-Container.
  • Greifen Sie für Fracht, die nicht gekühlt werden muss, auf leichter verfügbare NORs (Non-Operating Reefers = nicht im aktiven Betrieb befindliche Kühlcontainer) zurück.
  • Vermeiden Sie die schlimmsten Staus im grenzüberschreitenden Verkehr vom europäischen Festland nach Großbritannien - vor allem Tunnel und Fähren sind überlastet.

Es ist wichtig, die sich aktuell schnell verändernde Situation im Blick zu behalten um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Flexport-Kunden haben über die digitale Plattform beispielsweise transparenten Zugang zu einer breiten Palette von aktuellen und historischen Daten. Derartige Einblicke können zuverlässige Prognosen der Transitzeiten ermöglichen sowie potenzielle Kosteneinsparungen und mögliche Routenalternativen aufzeigen.

Durch tiefergehende Datenanalysen gelangen Shipper schließlich schneller zu alternativen Lösungen. In den Wochen vor dem chinesischen Neujahrsfest oder anderen Stoßzeiten, in denen die Volatilität erhöht ist, lassen sich so deutliche Einsparungen erzielen.

Vorteile in der Tender-Saison

Hinsichtlich der herannahenden Tender-Saison sollten Shipper ihre Strategien bei künftigen Verträgen auf Mehrwert fokussieren. Nach derzeitigem Wissensstand ist allerdings auf breiter Front von höheren Preisen auszugehen.

Erkundigen Sie sich nach Serviceleistungen, etwa zur Routenoptimierung, oder verhandeln Sie für Phasen des intensiven Wettbewerbs um Frachtraum abgestufte Lösungen. Durch Partnerschaften mit den richtigen Spediteuren können Unternehmen die Risiken von Verzögerungen und Kostenspitzen 2021 abfedern.

Informieren Sie sich über die Seefracht-Services von Flexport – denn auch in einem unberechenbaren Marktumfeld geht der Frachtverkehr weiter.

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