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Feb. 6, 2020

Neue Auswirkungen des Corona Virus: So schützen Sie Ihre Supply Chain

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Der Welthandel, mit seinem Schwerpunkt auf der Fertigung in China, wurde in den vergangenen Wochen durch die vom Corona Virus verursachten Einschränkungen der chinesischen Arbeitskräfte und damit verbundenen Geschäftsschließungen schwer erschüttert. Zusammen mit Partnern aus den Bereichen See- und Lufttransport, Handels- und Finanzdienstleistungen sprach Flexport’s Chefökonom über mögliche Auswirkungen des Corona Virus auf die Supply Chain und wie Unternehmen am besten damit umgehen können.

Lesen Sie hier die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrem Gespräch:

Ein ungewöhnliches Chinese New Year

Chinese New Year ist bei global agierenden Unternehmen traditionell im Kalender rot markiert. Jedes Jahr wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die chinesischen Waren noch vor Beginn der Feiertage auf den Weg in die USA und nach Europa zu bringen. Unmittelbar im Anschluss daran folgt meist eine sehr ruhige Phase. Das diesjährige Chinese New Year hätte eigentlich am 2. Februar geendet.

Üblicherweise versenden Reedereien nach Chinese New Year 30-50 % der sonst üblichen Kapazität und erreichen bis Mitte März wieder eine Auslastung von 100 %. Auch viele Frachtflugzeuge bleiben während des Chinese New Year 10-14 Tage am Boden, da die Passagierfluggesellschaften ausreichend Frachtkapazität bieten.

Aus Sorge vor einer Verbreitung des Corona Virus wurden die Feiertage dieses Jahr jedoch in ganz China und Hongkong bis zum 9. Februar verlängert. Der Werks- und Geschäftsbetrieb kam landesweit zum Erliegen.

Verlängerte Betriebsschließung belasten Kapazität und Betrieb der Speditionen und Fabriken

Aufgrund des verlängerten Chinese New Year’s, kommt es bei den Fabriken zu Kapazitätseinschränkungen und verlangsamten Produktionsanläufen, was sich besonders auf globale Supply Chains auswirkt. Obwohl fast alle Häfen außerhalb von Wuhan weiterhin geöffnet sind, wird die Fracht in den Häfen nicht von LKWs abgeholt. Hinzu kommen 20-30 % mehr Blank Sailings bei den Reedereien als zu dieser Jahreszeit üblich. Gleichzeitig konnten viele gemäß IMO 2020 erforderlichen Scrubbers nicht plangemäß installiert werden.

Im Lufttransport entfallen in der Regel 45 % der Gesamtkapazität auf TPEB (Trans-Pacific East Bound) und FEWB (Far-East West Bound) auf Frachträume von Passagierflugzeugen. Auch hier kommt es zu Engpässen. Nach aktuellem Stand wurden über 90 % der Passagierkapazitäten zwischen dem chinesischen Festland und dem Rest der Welt bis mindestens Ende März storniert.

Außerhalb des Transits sind diese Woche rund 20% der Fabriken wieder in Betrieb, und wir gehen davon aus, dass diese Zahl bis nächste Woche auf 40% steigen wird.

Wie können Unternehmen und Speditionen die Auswirkungen minimieren?

Auf lange Sicht wird die eingeschränkte Kapazität den Wettbewerb um Platz, steigenden Frachtkosten und längere Transportzeiten steigern. Um die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu reduzieren, empfiehlt Flexport Folgendes:

Langfristig planen und sorgfältig recherchieren

  • Sie versenden Waren nach China? Prüfen Sie, ob Ihre Reederei die kostenlose Lagerung im Hafen aufgrund der Krise verlängert und stellen Sie sicher, dass die Abrechnung nicht anfechtbar ist.
  • Denken Sie darüber nach, sich garantierte Kapazität im Voraus auf den benötigten Routen zu sichern.
  • Nutzen Sie für den Transport der Fracht zum Haupthafen LKWs statt Feederschiffen, da bei diesen Ausfälle möglich sind. Zusätzlich werden LKW-Ladungen im Hafen oft bevorzugt abgefertigt.

Budget für verschiedene Sonderservices einplanen

  • Prüfen Sie alternative Transportrouten und nutzen Sie Schnellboote oder andere Premium-Services
  • Planen Sie kostenintensivere, jedoch auch schnellere Luftfracht in Ihrem Budget ein, um bei Bedarf garantiert die nötigen Bestände vorrätig zu haben.

Transparente Kommunikation mit Geschäftspartnern

  • Updaten Sie Ihre Finanz-Forecasts in kurzen Abständen und tauschen Sie sich regelmäßig und proaktiv mit Partnern zur aktuellen Situation aus. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, schnell und flexibel reagieren zu können.
  • Spediteure sollten ihre Partner kontinuierlich über die geänderten Forecasts und Anforderungen informieren- je ausführlicher, desto besser!

Wie geht es jetzt weiter?

Flexport wird die Auswirkungen durch COVID-19 auf den Welthandel weiter genau beobachten und Updates von Experten einholen, auch von Kontaktpersonen vor Ort in China. Aktuelle Informationen finden Sie jederzeit auf unserer Website Flexport.com und in unserem Blog. Abonnieren Sie auch unser Freight Market Update, um jede Woche aktuelle Informationen zum weltweiten Luft- und Seetransport zu erhalten.

Sie möchten gemeinsam mit Flexport denen helfen, die in Not geraten sind? Kontaktieren Sie org.ops@flexport.com, um nicht mehr benötigte Gesichts- und Atemmasken, Desinfektionsmittel, OP-Hauben, Schutzkleidung, Schutzbrillen, Augenschutz oder andere Hilfsmittel in Frachtmenge zu spenden.

Sollte Ihre Sendung von den aktuellen Entwicklungen betroffen sein, wird Sie Ihr Flexport Squad unverzüglich informieren. Bei Fragen sind wir jederzeit gern für Sie da.

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