24.09.2020

Weihnachtsgeschäft 2020: So können sich hohe Raten und geringe Ausgaben auf das Angebot im Einzelhandel auswirken

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Bislang waren die Feiertage zum Jahresende für gewöhnlich eine Zeit mit Rekordgewinnen für den Einzelhandel, in denen die Verkäufe wiederholt neue Höchststände erreichten. In den letzten Jahren hat sich dieser Trend geändert. Im Dezember 2019 gingen die Einzelhandelsumsätze ab November zurück, da das gewöhnliche Weihnachtsgeschäft nicht richtig anlief.

2020 hat die Coronavirus-Pandemie alles verändert. Eine geringere Verbraucherstimmung in Verbindung mit der Angst der Verbraucher vor dem Coronavirus und den entsprechenden Schutzmaßnahmen könnten das diesjährige Weihnachtsgeschäft signifikant beeinflussen.

Während die Supply Chain der Waren vom Hersteller in die Geschäfte normalerweise relativ reibungslos verlief, mussten wir im vergangenen Jahr immer wieder Unterbrechungen erleben. Unter bestimmten Umständen beeinflusst die Logistik, was dem Konsumenten im Regal angeboten werden kann.

Verschiebung der Ausgaben im Einzelhandel

In einigen Bereichen mussten Einzelhändler bereits hinnehmen, dass die Verkäufe in diesem Jahr zurückgehen werden. Die Modebranche könnte jedoch einen Aufschwung erfahren, da bestimmte Konsumenten neue Outfits für die Weihnachtsfeiern oder saisonale Kleidung für die Rückkehr zur Arbeit kaufen. In anderen Bereichen des Einzelhandels könnte es zu einem verlängerten Saisongeschäft kommen, da manche Verbraucher versuchen, den Menschenmassen und dem Virus zu entgehen, indem sie ihre Einkäufe vor der Weihnachtshektik schon im November und Anfang Dezember erledigen. So eröffnet zum Beispiel das US-Unternehmen John Lewis sein Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr 10 Tage früher als bisher.

Gewöhnlich haben Einzelhändler, die eine große Geschäftsfläche benötigen, zusätzliches Personal eingestellt, um dem höheren Kundenvolumen im Vorfeld der Feiertage gerecht zu werden. Da die Verbraucherfrequenz im Geschäft wahrscheinlich geringer ausfällt, könnte eine unmittelbare Auswirkung auf die Logistikbranche darin bestehen, dass mehr Mitarbeiter im Lager benötigt werden, um dem wachsenden E-Commerce und den vermehrten Online-Bestellungen gerecht zu werden. Nach Angaben des britischen Statistikamtes machten Online-Einkäufe zum Höhepunkt der Pandemie 32,8 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus. Amazon hat bereits die Schaffung von 7.000 neuen Arbeitsplätzen zugesichert, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Fluktuierende Raten

Während das Wachstum im Bereich des E-Commerce für die einen freudige Ergebnisse liefert, könnten die schwankenden Raten im Bereich Luft- und Seefracht im Laufe des letzten Jahres manchen Online-Händlern das Fest verderben. Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen von Covid-19 auf den gesamten stationären Einzelhandel sowie den E-Commerce ist mit Folgendem zu rechnen.

1. Lieferverzögerungen

Spotraten waren selten so volatil, insbesondere im Bereich Luftfracht. Die Nachfrage stieg im zweiten Quartal im Zuge der Kapazitätsengpässe enorm an. Während sich die Raten für Seefracht in einem gewissen Rahmen stabilisiert haben, bleibt die zentrale Herausforderung für den Bereich Luftfracht der Mangel an Passagierflügen zum Ausgleich der Kapazität. Sollten sich Verfügbarkeit und Preise wieder normalisieren, werden die Sendungen, die bereits abgefertigt sein müssten, nicht unbedingt aufgeholt. Die Herausforderung für Logistikfachleute wird darin bestehen, stets den Überblick über Bestellungen und Waren im Versand zu bewahren, um die Verfügbarkeit der Waren für die Kunden planen zu können.

2. Ungenaue Artikelbeschreibungen

Einzelhändler werden verständlicherweise sicherstellen wollen, dass sie die Artikel mit der stärksten Nachfrage erhalten. Zur Verkürzung der Markteinführungszeit werden sich viele Einzelhändler an neue Lieferanten wenden und die übliche Katalogisierung von Produktinformationen überspringen, bevor den Kunden eine erste Bestellung vorgelegt wird. Dies kann zu falschen Beschreibungen oder leicht abweichenden Farben führen, die nicht den Erwartungen der Kunden entsprechen. Logistikleiter, die ihre Supply Chain vollständig überblicken, können hier einen Wettbewerbsvorteil erzielen, da sie schnell auf Bedenken in Bezug auf fehlerhafte Produkte und Ungenauigkeiten in Artikelbeschreibungen eingehen können.

3. Unter- oder Überangebot

Der Preisdruck führt dazu, dass viele Einzelhändler entweder zu viel oder zu wenig Lagerbestände anlegen werden. Während der aktuellen Hochsaison haben einige Marken auf größere Lagerbestände gesetzt, als sie ihren diesjährigen Verkauf möglicherweise einschätzen, um sich für den Fall künftiger Lockdowns zu schützen. Dagegen haben andere weniger bestellt, um hohe Versandgebühren zu vermeiden.

Beide Strategien bergen Risiken: Ein Überangebot könnte dazu führen, dass die Produkte mit starken Rabatten verkauft werden müssen, um die Lagerfläche für zukünftige Saisongeschäfte freizugeben. Bei einem Unterangebot könnten Einzelhändler jedoch gegenüber Wettbewerbern mit zuverlässigeren Verfügbarkeiten in Rückstand geraten. In diesem Umfeld ist eine integrierte Supply Chain, mit der das Unternehmen datengestützt vorausplanen und auf die Nachfrage reagieren kann, anstelle sich auf Trends zu stützen, von ausschlaggebender Bedeutung.

In den kommenden Monaten wird es für Einzelhändler von entscheidender Bedeutung sein, das logistische Umfeld zu verstehen und in Echtzeit zu reagieren. Für das Jahr 2020 waren zuverlässige Forecasts eine Herausforderung. Die aktuelle Situation könnte sich jedoch als Musterbeispiel für das Weihnachtsgeschäft in den kommenden Jahren erweisen.

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